Atempausen aus dem Norden ab 18. Januar 2021

Moin, liebe Freundinnen und Freunde der Stille!

Wir setzen die „Atempausen aus dem Norden“ im neuen Jahr online über Zoom fort. Für den Preis von 85,00 € erhaltet ihr Zugang zu 12 Online-Meditationsabenden Mitte Januar bis Mitte Februar. Die einzelnen Meditationen stehen wieder für sich allein und stammen aus den verschiedenen Achtsamkeitskursen, die wir in regional in Schleswig-Holstein oder Online anbieten: MBSR, MBCT, MBPM, MBCL.

Zeitraum: 18.01.2021 – 12.02.2021
Montag, Mittwoch, Freitag
19:00 – 20:00 Uhr

NEU: Caroline Stiller, Kirsten Hinrichsen und ich möchten für Euch dreimal in der Woche Meditationen anleiten, diesmal mit dem Angebot, nach der Meditation in Kleingruppen („Breakoutrooms“ in Zoom) Fragen aufzugreifen, die in der Meditation entstanden sind oder auch eure Übungspraxis zuhause betreffen.

Wir möchten die thematischen Schwerpunkte an eurem Bedarf ausrichten. Deswegen bieten wir euch wieder einen Online-Info-Abend an:

Montag, 11.01.2021, 19:00
Einwahllink:
https://us02web.zoom.us/j/85394738342?pwd=blpUMmVueHBtZFdpS1hLRlA5anFYQT09
Per Telefon teilnehmen:
0695 050 2596
Meeting-ID: 853 9473 8342
Kenncode: 561393

Solltet ihr an einzelnen Terminen nicht teilnehmen können, werden wir euch die Meditationsanleitungen wieder in einem passwortgeschützten Downloadbereich auf www.achtsamkeit-sh.de zur Verfügung stellen. Euch steht natürlich auch unser YouTube-Kanal „Moin Achtsamkeit“ kostenlos zur Verfügung:
https://www.youtube.com/channel/UCl-Uf81YdERWfE9u9z29CjQ

Und so geht’s:
Ihr meldet euch über dieses Anmeldeformular verbindlich an: www.achtsamkeit-sh.de/atempausen. Ihr erhaltet sofort eine Anmeldebestätigung mit der Bankverbindung. Sobald die Kursgebühr bei uns eingegangen ist, senden wir euch eine Rechnung und die Daten zur Einwahl, die ausschließlich für euch bestimmt sind und nicht weitergegeben werden dürfen. Mit dem Versand der Mail mit den Einwahldaten ist ein Rücktritt vom Kaufvertrag ausgeschlossen. 

Zum Lesen: Achtsam durch die zehn Jahreszeiten

Aus dem Autopilot aussteigen, den Moment wahrnehmen, die Kreativität wieder wecken und neue Lösungen finden: dieses Ausfüllbuch unterstützt darin, Achtsamkeit in den Alltag zu bringen. Den Wandel der Natur zu beobachten bringt die Aufmerksamkeit in die Gegenwart. Jederzeit kann man einen Schritt zur Haustür hinaus gehen und sich auf Entdeckungstour nach Innen und Außen begeben: Welche Gedanken und Gefühle nehme ich in diesem Moment wahr? Welche phänologische Jahreszeit zeigt die Natur heute?

Dieses Buch führt durch die zehn phänologischen Jahreszeiten und gibt viele Anregungen zur Achtsamkeit im Alltag. Es kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Jahr begonnen werden.
Der Zugang zum Downloadbereich von PDF-Vorlagen zur eigenen Gestaltung von Jahreszeiten-Büchern ist im Buch enthalten.

Erhältlich als Paperback für 15,99 Euro. Das E-Book kostet 5,49 Euro.

Die Sache mit dem Pläne-Schmieden: Buchsbaumschnitt

Das Schmieden von Plänen ist eine feine Sache. Motiviert habe ich Ideen zur Ausführung gesammelt, einige Dinge schon vorbereitet (der Akku für die neue superleichte Heckenschere voll aufgeladen), der Wetterbericht hat bedeckten Himmel angekündigt, habe überlegt, wohin mit dem Strauchschnitt, habe gefrühstückt, die geliebte Gartenarbeitskluft angezogen… ich stehe vor der zu schneidenden Buchshecke… und die Sonne brennt am Firmament. Aber…. Check der Wetter-App: die nächsten Tage nur Sonne und Hitze, man „hat es sich anders überlegt“. Es rattert in den grauen Zellen: feuchte Tücher, alte Tischdecken zum Abdecken der Buchshecke nach dem Schneiden? Ich stelle einen Sonnenschirm probeweise auf, der Wind weht ihn gleich fast um. Weitere Überlegungen, wie „ist es wirklich so schlimm?“ Ich hab doch alles so schön vorbereitet….

Das Gehirn hält am geschmiedeten Plan fest, als wäre es tatsächlich eine Schmiedearbeit. Die Sonne scheint, kein Wölkchen am Himmel in Aussicht, der Buchsbaum würde gnadenlos verbrennen. Es wäre besser, bei bedecktem Himmel zu schneiden. Ich halte einen Moment inne, beobachte mich selbst, meine Gedanken und Gefühle, die schon in Richtung Ärger umschwenken. Mir fällt mit einem Mal auf, wie sehr ich mich an mein Vorhaben klammere. Wie in Stein gemeißelt, unverrückbar, unveränderbar erscheint mir mein Plan. Dabei hängt gar nichts Wesentliches davon ab. Ich hatte große Lust dazu und ich habe „mir viele Gedanken gemacht“. Mir wird bewusst, wie schwer es mir fällt, den einmal gefassten Plan loszulassen. In dem Moment, wo mir das klar wird, kann ich Alternativen entwickeln. Als wäre ein Knoten geplatzt, sehe ich, dass es einfach besser ist, das Vorhaben zu verschieben. Nun bin ich freier im Denken und … kann neue Pläne schmieden 😉

Akzeptieren, was nicht zu ändern ist

Warum ist das so schwer? Und was heisst das eigentlich?

In unserer Welt ist heute unglaublich viel einfach möglich und änderbar. Wir gestalten unsere Wirklichkeit bis ins Kleinste. Das es Dinge geben soll, die ich nicht beeinflussen kann, erscheint zunächst sehr unwahrscheinlich. Vielleicht muss ich mich nur richtig anstrengen? Es noch ein weiteres Mal versuchen? Mehr Geld ausgeben? Länger warten? Verhandeln? Wütend werden? Schmeicheln?

Versuche das mal mit dem Wetter. Wütend auf Petrus sein – ich kann sogar eine Person verantwortlich machen! Verhandeln – wenn ich heute alle meine Aufgaben erledige, mein Frühstück aufesse, dann scheint bestimmt die Sonne…

Nun ja, es liegt auf der Hand, dass dies eventuell nicht funktioniert. Was aber tue ich stattdessen? Ich wünsche mir doch so sehr schönes Wetter für die geplante Unternehmung, für das Openair mit dem Freund. Da muss man doch etwas tun können? Das Universum muss doch ein Einsehen haben?

Viel Energie geht in das Ausmalen, wie es sein könnte und banges Hoffen und Wünschen raubt mir den Schlaf. Wenn dann das Wetter nicht „mitspielt, ärgere ich mich über…“. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht, das Wetter, das ich nicht ändern kann, so zu nehmen, wie es ist. Mir überlegen, was mir wirklich wichtig ist – das Zusammensein mit Freunden zum Beispiel – und dann für die Dinge zu sorgen, auf die ich durchaus Einfluss habe, wie einen Regenschirm mitzunehmen.

Das Beobachten der Natur, das Werden und Vergehen der Pflanzen in meinem Garten hilft mir immer wieder zu üben, Unvermeidliches hinzunehmen und sorgfältig zu prüfen, worin ich Energie gebe und was ich akzeptiere. Ganz aktuell übe ich, wochenlange Hitze und Trockenheit gelassen zu akzeptieren. Regelmäßig die durstenden Pflanzen und nicht den ganzen Garten zu gießen, völlig vertrockneten Rasen anzuschauen und keine Gedankenkonzepte zu verfolgen, die nach Fehlern bei mir oder anderen suchen. Ok, ich übe. Ich freue mich über gutes Wetter, sorge für mich, wenn es heiß ist, trinke genügend… es ist, wie es ist.